Saturday, May 20, 2006

 

Urlaub die 2te

Hey Leute, mit etwas Verspätung melde ich mich nun auch mal wieder und möchte Euch im Rahmen dessen über den restlichen Verlauf unseres -schon viel zu lange Vorüberseienden – Urlaubs berichten….. Also, wir haben uns dann von der Küste abgewandt und in Richtung Norden aufgemacht. Unser Ziel war Coober Pedy gewesen. Eine Stadt mitten im Outback. Das Besondere an diesem Städtchen ist, dass es die Weltmetropole in Sachen Opal-Abbau ist. Weiter, leben über 60% der Stadtbewohner, aufgrund der enormen Hitze, in unterirdischen Wohnungen. Im Grunde wohnen sie in Felsen hereingemeißelten Löchern. Natürlich gibt es auch komfortablere Versionen des „in einer Höhle Wohnens“. Das sieht dann so wie auf dem folgendem Bild aus.

In diesem Fall blickt ihr in ein unterirdisches Hotel. Von der Küste bis Coober Pedy waren es jedoch noch fast 1000 Kilometer. Daher lag auch noch einiges Interessantes dazwischen.Ganz in der Nähe von Adelaide, was die Hauptstadt von South Australien ist, liegt ein kleines Städtchen namens Hansdorf. Gegründet vor über 150 Jahren von deutschen Einsiedlern. Wenn man durch die Stadt fährt lässt sich ihre deutsche Vergangenheit nicht bestreiten. Die meisten Straßennamen und sogar Geschäftsbezeichnungen sind auf Deutsch geschrieben. Jedoch scheint dort heute leider keiner mehr wirklich deutsch zu sprechen. Wie dem auch sein, im Museum ist mir dann ein urdeutsches Merkmal ins Gesicht gefallen, was ich unbedingt an dieser Stelle dokumentieren muss.

Da musste ich gleich an aktuelle Skatclubs in der Heimat denken, die heute noch solche Ausflüge machen. :o) Unsere Reise ins Outback hat und danach an Adelaide vorbeigeführt. Die Stadt selbst ist sehr schön. Sie ist geprägt von ihren Studenten und altertümlichen Gebäuden. Leider hatte es das Wetter an diesem Tag jedoch nicht sehr gut mit uns gemeint. Daher sind wir nach einer kurzen Besichtigungstour auch gleich wieder abgedüst. Das Gebiet um Adelaide herum ist sehr bekannt für seinen Weinanbau. Die drei größten australischen Weinanbaugebiete befinden sich in diesem Bezirk. Daher haben wir uns dazu entschlossen die Gunst der Stunde zu nutzen und uns auf eine Weinproben-Safari begeben. Diese stand ganz im Motto: Probiere so viel wie möglich und kaufe so wenig wie nötig… Das hat auch recht gut geklappt. ;o) Die nächste Etappe unseres Trips hat uns dann ins Outback geführt. Dieses war geprägt von kargen Steppen und wenig Leben. Das einzig positive daran war, dass es schön warm gewesen ist.

Die Straße war nur einspurig gewesen und meins ohne wirkliche Abwechslung im Verlauf. Am Straßenrad lagen häufig tote Tiere. Das fing an bei Schafen, über Kangaroos bis zu Kühen.

Weiter konnte man eine Menge an ausgetrockneten Seen uns Wasserstellen sehen. Durch den Austrocknungsprozess sind dann ganze Salztäler entstanden. Einige waren wirklich riesig. Leider konnte man sich eine Exkursion abschminken, da diese schon anderweitig vom Staat eingeplant waren.

Etwas später ist mir dann blitzartig klar geworden das unser Auto durch die lange Fahrt im Outback auch schon ganz schön in Mitleidenschaft gezogen wurde.


Naja, mit etwas Wasser und einem Lappen haben wir es dann wieder in Gang gesetzt bekommen. ;o) Im Grunde lag wären unserer 600 kilometerlangen Fahrt nicht viel mehr zwischen der Zivilisation des Südens und Coober Pedy. Einig kleiner Orte, die mehr Tiere und Ungeziefer als Einwohner besaßen, lockten Touristen durch den Verkauf von überteuertem Benzin an. Da konnten wir dann „leider“ auch nicht nein sagen.

Coober Pety selbst zeichnete sich wiederum durch eine hohe Bevölkerung und viel Tourismus aus. Daher kann man nicht sagen, dass es eine typische Outback-Stadt war. Um das Städtchen herum befand sich ein weiteres australisches Unikat. Der „Dogfence“ Dieser 5.600 km lange Zaun verläuft quer durch Australien um die Schafe im Süden vor den hungrigen Dingoes im Süden zu schützen. Also während unserer Präsens konnten wir weder Jäger noch Beute ausmachen. :o(

Nachdem wir einige Zeit mit der Suche nach überhaupt irgendwelchen Lebewesen, die sich evtl. in der Nähe des Zauns befinden könnten, verbracht haben, sind wir enttäuscht wieder in Richtung Zivilisation bzw. Melbourne gefahren. Die Rückreise führte ins in eine Nationalpark, der sich durch Höhlenmalereien von Aborigines und viel Natur auszeichnet. Leider sind große Teile des Waldes durch ein Feuer erst kürzlich verbrannt. Daher waren einige Gebiet und Wanderwege nach geschlossen gewesen.

Nach einer atemberaubenden Fahrt über ungepflasterte Strassen war es uns jedoch möglich gewesen einige Urmalereien zu besichtigen. Naja, die Einen sagen halt es ist Kunst, die Andern würden eher dafür plädieren, dass ein paar Kinder die Tapeten in der Wohnung beschmiert haben, während die Eltern auf der Jagt gewesen sind.

Die letzte Station von unserer Reise hat uns nach Ballarat geführt. Die Stadt wurde bekannt, da dort der einzige Bürgeraufstand in Australien stattgefunden hat. Zu Zeiten der Besiedlung des Kontinents haben sie eine Menge Siedler dort niedergelassen. Der Grund war weniger die Gute Luft als das Gold, was sich hier in der Erde befand. Um nun das edle Gestein schürfen zu dürfen, mussten sich die Goldgräber erst Lizenzen kaufen. Diese waren jedoch überteuert und nicht zu finanzieren. Als sich die Lage zuspitzte kam es dann zum Aufstand, den die Bürger dann ohne die geringste Chance verloren hatten. Die übrig gebliebenen Aufständigen sollten dann durch ein Gericht verurteilt werden. Diese wurden jedoch selbst nach dreimaliger Auflösung und Neuernennung der Geschworenen freigesprochen. Die Konsequenz war, dass sich die Staatsoberhäupter den Belangen des Volkes beugen mussten. Daher gilt diese historische Schlacht als Geburtsstunde der australischen Demokratie.

So, nun habt ihr sogar etwas über die jahrhundertlange Geschichte Australiens gelernt. Mit dieser Anekdote möchte ich dann auch meinen, schon längst überfälligen, Reisebericht beenden. Ich gelobe an dieser Stelle Besserung und werde versuchen meine/unsere Erlebnisse regelässiger niederzuschreiben. Bis dahin….


Thursday, May 04, 2006

 

Urlaub die 1.

Mit etwas Verzögerung kommen nun wie versprochen die ersten Urlaubseindrücke incl. Bilder von unserer Ostertour (um die Bilder zu vergrößern, einfach nur draufklicken). Unser Trip durch Victoria und South Australia hat mit der Fahrt entlang der Great Ocean Road begonnen. Das ist ein Straßenabschnitt entlang der Südküste Victorias, der sehr bekannt für seine Küstenformationen und seine landschaftliche Umgebung drum herum ist. Nachdem wir also unser Campermobil in Empfang genommen hatten, haben wir gleich – mit Lichtgeschwindigkeit - Kurs in Richtung Küste genommen.

Einige der wohl eindrucksvollsten Felsformationen der Great Ocean Road sind wohl die 12 Apostel. Diese Steinformation hat sich im Laufe der Jahre durch ständiges Abtragen des Sandsteins durch das Meer gebildet. Echt eindrucksvoll. Daher mussten wir gleich mal 100 Bilder schießen. Aufgrund der hohen touristischen Anziehungskraft war das jedoch gar nicht so einfach. Da musste man schon um ein freies Plätzchen kämpfen.

Ein weiteres Highlight war der Top-Tree-Walk. Dabei handelt es sich um einen Rundgang durch den Regenwald, der einen in bis zu 40 Meter Höhe führt. Das Ganze ist zwar eine etwas wacklige Angelegenheit gewesen, aber dafür sieht man mal wie die Riesen des Regenwaldes so von oben und der Seite aussehen. War also echt cool!

Weiter hat es uns an einen Küstenabschnitt verschlagen der von versteinerten Bäumen geprägt war. Nun standen dort leider keine vollständigen versteinerten Bäume. Vielmehr konnte man Baumstämme bewundern, die im Laufe der Zeit durch die dort herrschenden Witterungsumstände konserviert und versteinert wurden. Schon interessant, nicht?!

Natürlich sind uns auf unserem Weg durch die australische Natur auch einige wilde Kreaturen begegnet. Vor der Folgenden sollte man sich besonders in Acht nehmen ;o)

So das soll es erst mal für heute gewesen sein. Die nächsten Bilder + Geschichte folgen bald!

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